Die Fliegen – Die existenzielle Freiheit

Die Fliegen ist Jean-Paul Sartres moderne Bearbeitung des Orestes-Mythos. Das Stück führt nach Argos, in eine Stadt, die unter Mord, Reue und religiöser Kontrolle erstarrt ist. Agamemnon wurde getötet, Klytämnestra und Ägisth herrschen, Elektra lebt im Hass, und Orestes kehrt als Fremder zurück. Was in der Antike eine Rachegeschichte ist, wird bei ihm zu einem Drama über Freiheit und Verantwortung.

Der entscheidende Unterschied liegt in Orestes’ Entscheidung. Er handelt nicht einfach, weil ein göttlicher Befehl ihn antreibt. Er handelt, weil er eine Situation erkennt und sich zu ihr verhält. Damit wird die alte Mythenerzählung modern. Freiheit bedeutet nicht Unschuld, sondern die Bereitschaft, eine Tat als eigene Tat anzunehmen.

Argos ist dabei keine normale Stadt. Es ist ein Raum der ritualisierten Schuld. Die Menschen beugen sich vor den Toten, den Fliegen, Jupiter und einer Vergangenheit, die nie wirklich verarbeitet wird. Reue wird zur politischen Ordnung. Wer schuldig bleibt, bleibt lenkbar.

Darum ist Die Fliegen kein bloßes Philosophie-Drama. Der Literat zeigt Freiheit nicht als abstrakte Idee, sondern als gefährliche Unterbrechung einer ganzen Stadtordnung. Orestes befreit Argos nicht durch Trost. Er stört es, indem er die Macht der verordneten Schuld zurückweist. Genau darin liegt die Spannung des Stücks: Der Mensch wird frei, sobald er keine Ausrede mehr braucht.

Illustration Die Fliegen

Argos als Stadt der Reue und Angst

Argos ist in Die Fliegen eine Stadt, die ihre Schuld nicht hinter sich lässt, sondern täglich neu aufführt. Die Menschen leben mit Zeremonien, Angst und Erinnerung an die Toten. Sie haben sich an eine Ordnung gewöhnt, in der Reue nicht zur Befreiung führt, sondern zur Unterwerfung. Das Vergangene bleibt gegenwärtig, weil Jupiter und Ägisth diese Gegenwart brauchen.

Die Fliegen machen diese Atmosphäre sichtbar. Sie sind Ekel, Strafe und Zeichen der Fäulnis. Sie umschwirren die Stadt wie lebendige Vorwürfe. Niemand kann so tun, als sei die Vergangenheit abgeschlossen. Doch die Erinnerung dient nicht der Wahrheit. Sie dient der Herrschaft. Schuld wird in Argos verwaltet wie ein Gesetz.

Der Autor zeigt damit eine gefährliche Form kollektiver Passivität. Die Bürger leiden, aber ihr Leiden stabilisiert die Macht. Sie glauben, durch Reue moralisch zu sein, während sie gerade dadurch unfrei bleiben. Angst ersetzt Verantwortung. Wer sich ständig schuldig fühlt, muss nicht selbst handeln.

Hier passt 👉 Medea von Christa Wolf als Vergleich. Wolf greift ebenfalls einen antiken Mythos auf und fragt, wie Gesellschaften Schuldbilder erzeugen, verschieben und politisch nutzen. Der französische Literat arbeitet dramatischer und existenzialistischer, Wolf stärker erinnernd und erzählerisch. Beide Texte zeigen jedoch, dass Mythen nicht tot sind. Sie werden neu lesbar, wenn sie erklären, wie Gemeinschaften Opfer, Täter und Schuldige herstellen.

Orestes und die Entscheidung ohne Ausrede

Orestes kommt zunächst als Fremder nach Argos. Er besitzt keine feste Bindung an die Stadt, keine gelebte Erinnerung und kein klares Zugehörigkeitsgefühl. Gerade diese Fremdheit ist wichtig. Er muss sich nicht automatisch mit der Schuldordnung identifizieren. Er sieht Argos von außen und erkennt, dass die Menschen nicht nur leiden, sondern an ihrem Leiden festgehalten werden.

Seine Freiheit entsteht nicht aus Leichtigkeit. Sie entsteht aus Entscheidung. Orestes wählt eine Tat, die ihn unwiderruflich verändert. Er tötet Ägisth und Klytämnestra, aber bei ihm zählt nicht nur die Rache. Entscheidend ist, dass er die Tat nicht nachträglich einem Gott, einem Schicksal oder einer alten Pflicht zuschiebt. Er nimmt seine Handlung auf sich.

Damit unterscheidet er sich von Argos. Die Stadt lebt in Reue, aber nicht in echter Verantwortung. Orestes trägt Schuld, aber er verweigert die Unterwerfung unter Schuld. Das ist seine zentrale Umkehrung. Verantwortung ist nicht dasselbe wie Bußritual.

Ein starker Vergleich ist 👉 Die Räuber von Friedrich Schiller. Auch Schiller fragt, ob Auflehnung gegen Unrecht moralisch sauber bleiben kann. Karl Moor rebelliert gegen eine verdorbene Ordnung und verstrickt sich dennoch in Gewalt. Sein Orestes ist kälter, bewusster und philosophisch klarer. Doch beide Stücke zeigen, dass Freiheit nicht rein bleibt, nur weil sie gegen Herrschaft gerichtet ist.

Die Fliegen von Jean-Paul Sartre (Zitat)

Elektra zwischen Rachetraum und Schuldschock

Elektra wirkt zunächst wie die entschlossene Gegenspielerin der herrschenden Ordnung. Sie hasst Ägisth und Klytämnestra, verachtet die geduckte Stadt und träumt von Rache. In ihr scheint der Widerstand zu glühen, den Argos verloren hat. Doch er macht ihre Figur komplexer. Elektra will die Tat, solange sie Vorstellung bleibt. Als die Wirklichkeit der Gewalt eintritt, bricht ihre Sicherheit.

Dieser Umschlag ist entscheidend. Elektra liebt das Bild der Befreiung, aber sie kann die Folgen der Befreiung nicht tragen. Sie möchte Argos beschämen, die Herrschenden stürzen und ihre eigene Demütigung rächen. Doch nach dem Mord erkennt sie nicht Freiheit, sondern Schuld. Ihr Rachetraum hält der Tat nicht stand.

Dadurch wird sie zur Gegenfigur zu Orestes. Beide wünschen Veränderung, beide hassen die Ordnung, beide stehen unter der Vergangenheit. Aber nur Orestes übernimmt die Tat als eigene Entscheidung. Elektra sucht nach dem Schock wieder einen Schutzraum. Sie kehrt innerlich zu Angst und Schuld zurück, weil diese vertrauter sind als Freiheit.

Der Schriftsteller zeigt damit, dass Auflehnung mehr verlangt als Empörung. Widerstand ist nicht nur der Wunsch, dass etwas endet. Er verlangt die Bereitschaft, nach dem Ende ohne alte Sicherheiten weiterzuleben. Elektra ist tragisch, weil ihr Hass echt ist, aber nicht stark genug, um Verantwortung zu werden. Gerade ihre Schwäche macht das Stück dramatisch lebendig.

Jupiter und die Herrschaft durch Reue

Jupiter ist in Die Fliegen kein ferner Gott, sondern ein politischer Herrscher über Seelen. Seine Macht besteht nicht nur in göttlicher Autorität. Sie besteht darin, Menschen an Schuld zu binden. Er braucht keine ständige äußere Gewalt, solange die Bürger von Argos seine Ordnung innerlich übernehmen. Wer sich klein, schuldig und abhängig fühlt, bleibt lenkbar.

Diese Herrschaft ist raffiniert. Jupiter erlaubt Reue, ja er fördert sie. Aber diese Reue soll nicht befreien. Sie soll wiederholen, demütigen und lähmen. Die Menschen sollen ihre Schuld lieben lernen, weil sie ihnen eine fertige Rolle gibt. Wer immer büßt, muss nicht frei entscheiden. Wer sich vor den Toten beugt, stellt die lebenden Herrscher nicht infrage.

Orestes bedroht Jupiter genau deshalb. Nicht weil er nur einen Mord begeht, sondern weil er nicht bereut, wie Jupiter es verlangt. Er entzieht sich dem göttlichen Zugriff, indem er seine Freiheit nicht zurückgibt. Jupiters Macht endet dort, wo ein Mensch keine Ausrede mehr sucht.

Hier passt 👉 Das Evangelium nach Jesus Christus von José Saramago als ungewöhnlicher, aber treffender Vergleich. Saramago stellt göttliche Autorität, menschliche Freiheit und religiöse Deutung ebenfalls in ein spannungsreiches Verhältnis. Der Erzähler schreibt knapper und dramatischer, Saramago erzählerischer und ironischer. Beide Werke fragen jedoch, ob der Mensch seinem Handeln gehört oder in einem fremden Heilsplan verschwinden soll.

Die Fliegen als Zeichen kollektiver Fäulnis

Das Fliegenmotiv ist nicht nur dekorativ. Es prägt die ganze Atmosphäre des Stücks. Die Fliegen stehen für Verwesung, Schuld, Ekel und eine Stadt, die mit ihrem eigenen moralischen Gestank leben gelernt hat. Sie machen sichtbar, dass Argos nicht einfach traurig oder fromm ist. Argos ist innerlich verfault, weil es Schuld nicht verwandelt, sondern konserviert.

Die Fliegen umgeben Menschen, Rituale und Erinnerungen. Sie zeigen, dass die Vergangenheit nicht erlöst wurde. Doch sie sind auch ein Herrschaftszeichen. Jupiter nutzt diese Last, um die Menschen im Zustand der Reue zu halten. Die Bürger erleben die Fliegen als Strafe und Beweis ihrer Schuld. Das Symbol wird zur täglichen Disziplinierung.

Der Philosoph macht daraus eine scharfe Kritik an kollektiver Selbsterniedrigung. Eine Gesellschaft kann sich so sehr an Schuld gewöhnen, dass sie Schuld mit Wahrheit verwechselt. Dann wird jede Befreiung als Frevel empfunden. Wer aus der Ordnung austritt, scheint gefährlicher als die Ordnung selbst.

Orestes nimmt die Fliegen am Ende mit sich. Das ist kein einfacher Sieg. Er befreit Argos nicht dadurch, dass er die Stadt sofort reinigt. Er entzieht ihr vielmehr den alten Mechanismus der Schuld. Die Last verschwindet nicht, aber sie wechselt ihren Sinn. Aus fremd auferlegter Reue wird eine Verantwortung, die Orestes bewusst trägt. Genau darin liegt die Härte und Größe des Schlusses.

Zitat aus Die Fliegen

Berühmte Zitate aus Die Fliegen

  1. „Wir sind unsere Entscheidungen.“ Dieses Zitat bringt seine existenzialistische Philosophie auf den Punkt, wonach sich der Einzelne durch seine Handlungen und Entscheidungen definiert. Es unterstreicht die Idee, dass persönliche Freiheit und Verantwortung an erster Stelle stehen. Und dass unsere Identität durch die Entscheidungen, die wir treffen, geprägt wird.
  2. „Freiheit ist das, was man mit dem macht, was einem angetan wurde.“ Der Schriftsteller vertritt die Ansicht, dass die wahre Freiheit in unserer Fähigkeit liegt, auf Umstände und vergangene Ereignisse zu reagieren. Es geht nicht um die Situationen, in denen wir uns befinden. Sondern darum, wie wir uns entscheiden, innerhalb dieser Zwänge zu handeln.
  3. „Es gibt keine Zukunft, es gibt keine Vergangenheit. Ich lebe jeden Augenblick, während er vergeht, und doch bin ich ewig in Ruhe.“ Dieses Zitat spiegelt die existenzialistische Vorstellung vom Leben im gegenwärtigen Augenblick wider. Er impliziert, dass die Konzentration auf die Gegenwart und das Akzeptieren der Gegenwart, wie sie ist, ein Gefühl des Friedens und der Ruhe bringen kann. Frei von den Ängsten der Zukunft oder dem Bedauern über die Vergangenheit.
  4. „Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein, denn wenn er einmal in die Welt geworfen ist, ist er für alles verantwortlich, was er tut.“ Dieses Zitat ist ein zentraler Grundsatz des Existentialismus. Und besagt, dass mit der Freiheit auch die Verantwortung einhergeht.
  5. „Ich sage dir, Orestes, wir sind alle Verbrecher. Wir werden geboren und wir sterben, aber die Verbrechen, die wir zwischen Geburt und Tod begehen, sind ewig.“ Dieses Zitat befasst sich mit dem Thema Schuld und dem Zustand des Menschen. Es deutet darauf hin, dass die Handlungen, die wir begehen, und das Unrecht, das wir begehen, dauerhafte Auswirkungen über unser irdisches Leben hinaus haben. Die Idee der ewigen Verbrechen verweist auf die dauerhaften Folgen unserer moralischen Entscheidungen.

Trivia-Fakten über Die Fliegen

  1. Inspiriert von der griechischen Mythologie: Das Werk ist eine moderne Nacherzählung des antiken griechischen Mythos von Orestes und Elektra. Im Mittelpunkt des Stücks steht ihre Suche nach Rache für die Ermordung ihres Vaters, König Agamemnon. Durch ihre Mutter Klytämnestra und ihren Liebhaber Aegisthus. Er nutzt diesen Mythos, um Themen wie Freiheit, Verantwortung und Existenzangst zu erkunden.
  2. Kontext des Zweiten Weltkriegs: Das Stück wurde 1943 während der Besetzung Frankreichs durch die Nazis geschrieben und uraufgeführt. Es kann als Allegorie für den französischen Widerstand gegen die Besatzungstruppen gesehen werden. Die Themen Unterdrückung, Schuld und Befreiung spiegeln das zeitgenössische politische Klima im besetzten Frankreich wider.
  3. Existenzialistische Philosophie: Die Fliegen ist ein Schlüsselwerk im existenzialistischen Kanon des Philosophen. Das Stück unterstreicht seinen Glauben an die Bedeutung der persönlichen Freiheit und die damit verbundene Verantwortung. Orestes‘ Weg zur Selbsterkenntnis und Akzeptanz seiner Freiheit spiegelt seine philosophische Ideen über die menschliche Existenz und die Notwendigkeit, authentische Entscheidungen zu treffen, wider.
  4. Rezeption und Wirkung: Bei seinem Erscheinen war das Werk sowohl umstritten als auch einflussreich. Während das Werk aufgrund der ihm zugrunde liegenden Themen Widerstand und Befreiung von der Zensur und dem Naziregime unter die Lupe genommen wurde, wurde es auch zu einem bedeutenden Werk, das Diskussionen über Existenzialismus und persönliche Freiheit im besetzten Frankreich und in der Nachkriegszeit anregte.
  5. Die Rolle des Jupiter: In Die Fliegen repräsentiert der Gott Jupiter die unterdrückerische Autorität und den moralischen Absolutismus. Jupiters Manipulation von Schuld und Angst, um die Menschen in Argos zu kontrollieren, symbolisiert die Art und Weise, wie autoritäre Regime die Bevölkerung manipulieren und kontrollieren. Die Konfrontation zwischen Orestes und Jupiter ist von zentraler Bedeutung für die Erforschung von Freiheit und Rebellion im Stück.

Besatzungszeit, Mythos und politische Lesart

Die Fliegen entstand und wurde aufgeführt in einer Zeit politischer Bedrängnis. Der Rückgriff auf den antiken Mythos war deshalb nicht nur literarisches Spiel. Der Autor konnte über Freiheit, Unterwerfung, Schuld und Widerstand sprechen, ohne ein direktes politisches Pamphlet zu schreiben. Gerade die mythische Form macht das Stück beweglich und gefährlich zugleich.

Argos lässt sich als Stadt lesen, die gelernt hat, sich mit Schuld und Angst zu arrangieren. Jupiter steht für eine Macht, die Menschen nicht nur beherrscht, sondern innerlich bindet. Orestes verkörpert die Möglichkeit, diese Bindung zu durchbrechen. Doch der Schriftsteller vermeidet einfache Heldensprache. Freiheit erscheint nicht sauber, sondern belastet.

Diese politische Lesart wird stärker, wenn man die Differenz zwischen Reue und Verantwortung beachtet. Eine unterworfene Gesellschaft kann sich moralisch fühlen, ohne zu handeln. Sie kann Rituale vollziehen, Schuld bekennen und doch die Herrschaft stützen. Sein Stück fordert etwas anderes: eine Entscheidung, die nicht durch fremde Erlaubnis gedeckt ist.

Hier passt 👉 Leben des Galilei von Bertolt Brecht als Vergleich. Brecht verhandelt Wahrheit, Macht, Widerruf und Verantwortung unter politischem Druck. Sartre arbeitet mythischer und existenzialistischer, Brecht historisch und dialektisch. Beide Stücke fragen jedoch, was ein Mensch tut, wenn die herrschende Ordnung nicht nur äußeren Gehorsam verlangt, sondern auch die Deutung der Wahrheit kontrollieren will. Politisches Theater beginnt dort, wo Denken gefährlich wird.

Warum Die Fliegen weiter herausfordert

Die Fliegen fordert bis heute heraus, weil das Stück Freiheit nicht bequem macht. Orestes wird nicht frei, indem er rein bleibt. Er wird frei, indem er eine Handlung übernimmt, deren Folgen schwer sind. Er trennt damit Freiheit von Unschuld. Das ist unbequem, weil es keine einfache moralische Entlastung bietet. Wer handelt, kann nicht zugleich völlig unberührt bleiben.

Das Stück ist auch deshalb stark, weil es Schuld politisch denkt. Schuld kann echte Verantwortung meinen, aber sie kann auch als Herrschaftsmittel dienen. Argos zeigt eine Gesellschaft, in der Menschen durch dauernde Reue entmachtet werden. Orestes widerspricht diesem System nicht mit Reinheit, sondern mit Entscheidung. Er beendet nicht Schuld, sondern die Knechtschaft unter Schuld.

Sein Mythendrama bleibt relevant, weil viele Gemeinschaften von vererbten Deutungen leben. Sie erzählen, wer schuldig ist, wer büßen muss, wer sprechen darf und wer gehorchen soll. Die Fliegen fragt, was geschieht, wenn jemand diese Erzählung nicht mehr akzeptiert. Freiheit beginnt als Störung der gewohnten Geschichte.

Ein letzter Vergleich führt zu 👉 Macbeth von William Shakespeare. Auch dort stehen Mord, Herrschaft, Schuld und innere Vergiftung im Zentrum. Shakespeare zeigt, wie Schuld nach der Tat zerstörerisch in die Seele zurückkehrt. Er wählt eine andere Richtung: Orestes lässt sich von Schuld nicht brechen, sondern macht sie zur Last seiner Freiheit. Genau darin liegt die besondere Spannung von Die Fliegen. Das Stück fragt nicht, ob man ohne Schuld leben kann. Es fragt, ob man den Mut hat, ohne Ausrede schuldig und frei zu sein.

Meine Erkenntnisse aus der Lektüre von Die Fliegen – eine Zusammenfassung

Die Auseinandersetzung mit diesem Werk war für mich von Anfang an wirklich anregend. Das fesselnde Ambiente des Stücks zog mich sofort in seinen Bann, als ich mich in die Erkundung von Konzepten wie Schuld und Freiheit vertiefte, die mich tief bewegten.

Während ich Orestes auf seiner Suche begleitete, war ich beeindruckt von seiner Rebellion gegen die Götter. Und seiner Entscheidung, die Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen. Die Konflikte mit den Figuren, insbesondere mit Elektra, zogen meine Aufmerksamkeit die ganze Zeit auf sich.

Seine existenzielle Konzepte waren in der Erzählung offensichtlich. Sie waren eng mit dem Verhalten und den Entscheidungen der Charaktere verknüpft. Als die Geschichte zu Ende war, dachte ich tiefgründig über das Wesen der Freiheit und den Einfluss von Schuld auf unsere Existenz nach.

Das Buch war eine eindrucksvolle und provokative Lektüre. Sie regete mich dazu an, über die Bedeutung von Entscheidungen und die Suche nach einem Sinn in einer turbulenten Gesellschaft nachzudenken.

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